Hier trat der brave Soldat Josef Schwejk, im Zivil Hundehändler, in die Geschichte des Ersten Weltkriegs ein. Dieses Ereignis und alles, was nachher folgte, ist zwar nicht historisch belegt, wurde aber von Jaroslav Hasek in seinem berühmten Roman aufgezeichnet. Am 29. Juni 1914 verhaftete im Gasthaus Zum Kelch der Zivilpolizist im Dienste der Staatspolizei Brettschneider den bescheidenen Helden einer grossen und revolutionären Zeit, Josef Schwejk und am gleichen Tag abends auch den Gastwirt Palivec. Tatsache ist, dass in der Zeit vor dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs und auch nachher Jaroslav Hasek mit Josef Lada, dem Maler, der Schwejk Antlitz und Gestalt verliehen hat. Sie hatten es nicht weit zum Kelch. Lada wohnte in der Dittrich-Gasse und Hasek fand bei ihm i. J. 1913 vorübergehend Wohnung. In Prag gibt es viele Restaurants, die Jaroslav Hašek, der Autor der Geschichte des braven Soldaten Schwejk, besuchte. Es genügt aber der Besuch dieses einen, des Ortes der Verhaftung Schwejk und des nichtverwirklichten Rendez-vous "um sechs Uhr nach dem Krieg".